
EUROPÄISCHE HUMANISTISCHE
KAMPAGNE ZUR
NEUBEWERTUNG
UND ERGÄNZUNG
FRAUEN VON HEUTE GESTALTEN DIE ZUKUNFT
1. EINLEITUNG
Diese Workshops sind Teil der Europäischen Kampagne, welche sich als Notwendigkeit bei der Arbeit am runden Tisch über die Diskriminierung im
HUMANISTISCHEN FORUM IN LISSABON am 3., 4. und 5. November 2006 ergab.
Eine Studie, die eine Arbeitsgruppe im Oktober des selben Jahres in Spanien durchgeführt hat, kam zu dem Schluss:
Wir erkennen die Schwierigkeiten und Widerstände beim Voranschreiten der Frauen.
Wenn man berücksichtigt, dass mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung direkt von Konditionierungen auf verschiedenen Ebenen betroffen ist, welche als verschiedene Arten von Gewalt wahrgenommen werden, die in all ihren Beziehungsbereichen erlebt und übertragen werden, spüren wir die Notwendigkeit diese Kampagne anzuregen, um zu verstehen und eine neue Antwort auf diese Situation zu geben. So kommen wir zu folgender Frage:
Was muss die Frau heutzutage tun, um voranzuschreiten und zur menschlichen Entwicklung beizutragen? Was müssen wir tun, um etwas für die Konstruktion einer gewaltfreien Welt beizusteuern?
Die Gesellschaft als größter Bereich, in dem sich unsere Aktivitäten entwickeln, setzt den Rahmen für unsere Handlungsmöglichkeiten. Auf sozialer Ebene hebt man den wachsenden Fortschritt und die Schlagkraft bei der führenden Rolle der Frau hervor und gleichzeitig sieht man die Schwierigkeiten aufgrund der Konditionierungen, die mit einer Vergangenheit zu tun haben, die man mitschleppt, weil man es noch nicht geschafft hat sie zu überwinden. Diese Konditionierungen manifestieren sich ganz klar im familiären Umfeld, bei der Arbeit, in der Partnerschaft, im kulturellen Bereich und in der Beziehung zu anderen Personen. Nicht weniger wichtig ist die eigene innere Wertschätzung, die wir von uns selbst haben, wobei wir die Erziehung, die Interessen, die Glaubensvorstellungen, das Verhalten und die Bestrebungen berücksichtigen müssen.
Wir sind aus einer Epoche hervorgegangen, als die Unterwerfung akzeptiert war (1900-1920): Die Frau wird rechtlich auf die gleiche Ebene gestellt wie geistig Behinderte, gleichzeitig ist sie aber für den Haushalt, die Kinder und die älteren Familienmitglieder verantwortlich.
Zwischen 1920 und 1950, als eine Folge des allgemeinen Wahlrechts, vorangetrieben durch die Frauenbewegung, richten die Politiker ihren Blick auf die Frau als Wahlelement, aber sie steht weiterhin unter der Vormundschaft des Vaters oder des Ehemannes.
Von 1950 bis 1970 schafft die sexuelle Revolution die Voraussetzungen für die Übernahme der Kontrolle der Mutterschaft und des eigenen Körpers, und die Kirche ihrerseits gibt am Ende zu, dass die Frau eine Seele hat.
Die sozialen Errungenschaften dieser gesamten Epoche verfestigen sich, werden aber auch aufgehalten. So verlangsamte sich ab den 80er Jahren bis Anfang des 21. Jahrhunderts der Prozess, ohne dass neue bedeutsame Fortschritte erzielt wurden. Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende physische und psychologische Gewalt gegenüber der Frau, diese Situation erfordert eine neue und tiefgreifendere Fragestellung, um sie zu überwinden.
In diesem neuen Jahrtausend erahnen wir, dass ein neuer Prozess beginnt, bei dem es wichtig ist, mit innerer Wahrheit zu entscheiden, eine neue evolutive Richtung einzuschlagen, welche von der Gewaltlosigkeit durchdrungen ist, mit der Absicht die rückschrittlichen und diskriminierenden Elemente zu überwinden, welche durch ein Mitschleppen in dem Prozess weiterwirken.
SYNTHESE
Im gegenwärtigen Augenblick, innerhalb einer sich globalisierenden Welt, die wegen des Scheiterns ihres ganzen Systems eine neue soziale Ordnung braucht, muss die Frau neue Antworten geben und hervorbringen, die tiefer und ganzheitlicher sind.
VORSCHLÄGE
- EINE AUFRICHTIGE HALTUNG EINNEHMEN, PERSÖNLICHEN EINSATZ MIT ALL UNSEREN TIEFSTEN „SEHNSÜCHTEN“ ZEIGEN.
- DIE VERPFLICHTUNG EINGEHEN, EINE ERZIEHUNG OHNE DISKRIMINIERUNG UND OHNE GEWALT AUFZUNEHMEN.
- AKTIVER AN DEN SOZIALEN THEMEN UND KONFLIKTEN TEILZUNEHMEN, UM UNSERE NEUE SICHTWEISE, HANDLUNGSWEISE SOWIE UNSERE GEFÜHLE EINZUBRINGEN.
- DIE DISKUSSIONEN UND DEN GEDANKENAUSTAUSCH ANREGEN, WAS UNS ERLAUBT DARÜBER NACHZUDENKEN WO WIR HERKOMMEN, WO
WIR SIND UND WOHIN WIR GEHEN WOLLEN, WOBEI WIR MIT EINEM KLAREN KONZEPT ENDEN, DAMIT WIR UNS IN DEN BEREICHEN, IN DENEN WIR UNS BEWEGEN UND BEZIEHUNGEN HABEN, ENTWICKELN UND WACHSEN KÖNNEN.
- SCHLIESSE DICH DIESER KAMPAGNE AN UND STEUERE DEINEN BESTEN BEITRAG DAZU BEI.
Von diesen Ergebnissen und Antworten ausgehend, nehmen wir uns die Verbreitung und den Gebrauch von einigen Workshops vor, um das Gesagte in die Tat umzusetzen.
Wir nehmen uns vor, diese Ergebnisse und Antworten in die Tat umzusetzen, wobei die Verbreitung und der Gebrauch einiger Workshops uns beim Nachdenken über „Woher kommen wir?“, „Wo befinden wir uns?“, „Wohin müssen wir gehen?“, helfen soll.
marianagarcia - 11. Mrz, 08:10